| Gesunde Ernährung und Haltung der Katze Die
Domestizierung der Katze begann 4000 Jahr vor Christi. Nach Tausenden
Jahren in der Wüste schloß sie sich dem Menschen an. Unsere
Katzen stammen alle von der Stammutter der Falbkatze ab.
Die Katze ist ein Fleischfresser, aber eher noch ein
Beutefresser. Die natürliche Nahrung einer Katze besteht aus kleinen
Säugetieren (hauptsächlich Nagern), zum Teil aus Vögeln
und sogar Insekten. Mit den Beutetieren nimmt die Katze außer Fleisch
auch Innereien, Knochen und somit Mineralien (Kalk und Phosphor) zu sich.
Dazu kommen die aufgeschlossenen Kohlehydrate (der Mageninhalt der Beutetiere:
Getreide und Pflanzenteile, Blut und damit Mineraliensalze, sowie Fasern
in der Form von Fell oder Federn (geringe Mengen). Ein gutes Katzenfutter
sollte dieser Zusammensetzung der Beutetiere möglichst gut entsprechen. Die Zähne und das Verdauungssystem: Der Geruchssinn: Der Geschmackssinn:
Als sie bei den Bauern als Unterstützung zum Mäusefang gehalten wurde, erhielt sie zwar auch Küchenabfälle und Milch, aber ihre Hauptnahrung waren auch weiterhin die Mäuse und Ratten. Sie wird als Haustier in der Wohnung oder auch mit Auslauf
gehalten. Ihre Nahrung erhält sie durch industriell entwickeltes
Dosenfutter von unterschiedlichsten Herstellern. Die Qualität der
einzelnen Sorten ist unterschiedlich aber meist nicht katzengerecht. Teilweise
erhält sie auch heute noch Abfälle aus der Menschenküche. Inhalte einer gesunden Katzenernährung Was sollen wir unseren Katzen füttern? Feuchtfutter, Trockenfutter oder selbst hergestellte Nahrung? Die meisten Katzen erhalten heute industriell hergestelltes Futter. Dabei unterscheidet man Feucht- und Trockenfutter. Es gibt viele Unternehmen die unterschiedliche Qualitäten an Fertigfutter herstellen. Der Schlüssel zu gutem Futter ist die Verdaulichkeit. Die meisten Hersteller geben die Verdaulichkeitswerte nicht an. Man sollte auf die Menge der Ausscheidungen achten. Sie sollte nicht mehr als ca. 25% der gefütterten Menge betragen. Je größer das Volumen an Ausscheidungen im Verhältnis zu gegessenen Menge Futter, desto minderwertiger das Futter. Ein guter Anhaltspunkt ist auch die Größe der vom Hersteller auf der Verpackung gelisteten Fütterungsempfehlung. Je größer die empfohlene Tagesration desto kleiner die Qualität des Futters. Anstatt des Fertigfutters ist es besser für die Katze die Nahrung selbst herzustellen. Das erfordert natürlich Zeit und das Wissen um die Zusammenstellung. Vielleicht ist es möglich zumindest einen Teil des Katzenfutters zu kochen und ansonsten ausgewähltes Fertigfutter anzubieten. In der Nahrung für die Katze müssen Nährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten sein. Zu den Nährstoffen gehören Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette. Eiweiße setzen sich aus einfachen Bausteinen zusammen,
die Aminosäuren. Diese sind für den Stoffwechsel und sogar das
Leben von großer Bedeutung. Die Katze kann kein eigenes Eiweiß
aus pflanzlicher Materie im Körper herstellen. Die Katze wandelt
den größten Teil des aufgenommenen Eiweiß in Energie
um, doch eine bestimmte Menge wird auch für die Wartung des Körpers,
die Zellerneuerung und für den Verdauungsapparat benötigt. Sie
benötigt die Aminosäuren auch für Blut, Hormone und Enzyme.
Ist überschüssige Energie vorhanden, so wird diese als Fett
gespeichert. Die Katze kann kaum zuviel Eiweiß erhalten, solange
die Eiweißquelle und die art des Eiweiß variieren. Zuviel
Eiweiß von einer Sorte kann allerdings Störungen verursachen. Naturheilkundler sind davon überzeugt, dass die
Katze einen gewissen Anteil an Pflanzenfaserstoffen benötigt, aus
der sie Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe gewinnt, ganz entgegen
der Meinung von Wissenschaftlern. Kohlenhydrate sind auch Energielieferanten
für den Körper und werden gleich im Körper verbrannt oder
als Gykogen in der Leber und Muskulatur gespeichert oder in Fett umgewandelt.
Wild lebende Katzen nehmen diese auf in dem sie ihre Beute mitsamt ihrem
Fell oder Federn auffressen. Im Gegensatz zu uns ist die Katze in der Lage einen großen Anteil von Fett in ihrer Nahrung zu verdauen ohne gleich Gewicht zuzulegen. Fett ist ein Energielieferant, sowie es dem Körper auch essentielle Fettsäuren liefert und als Träger für die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K dient. Mindestens 35% der täglichen Katzennahrung sollte aus Fett bestehen (bei Schlankheitskuren aber mindestens 20%). Wird der Katze Fett vorenthalten, so kann dieses zu bedrohlichen Zuständen führen. Nach ihrer Aufnahme werden Fette durch Enzyme in Fettsäuren und Glycerin aufgespalten. Glycerin dient als Energiespender, während die Säuren Verdauungsfunktionen erfüllen und die Selbstheilung des Körpers unterstützen. Linolsäuren, Linolensäuren und Archidonsäuren sind für den Stoffwechsel der Katze unentbehrlich. Die einzige Nahrungsquelle, die diese 3 Säuren enthält, ist tierisches Fett, während die beiden ersten Säuren auch in pflanzlicher Nahrung enthalten sind.
Fette sind enthalten in Muskelfleisch, Rindertalg oder naturbelassenen Ölen (Oliven-, Distel-, Fisch-, Maisöl) sowie in Molkereiprodukten und Eiern Vitamine sind organische Substanzen, die bei der Steuerung
chemischer Reaktionen helfen, welche während der Nahrungsumwandlung
in Energie und Körpergewebe ablaufen. Sie bieten darüber hinaus
für die Zellen einen Schutz vor Giftstoffen und Infektionen. Mineralstoffe sind anorganische Substanzen, die sowohl in der Erde als auch in der Atmosphäre vorkommen. Sie werden durch die Nahrung und bei der Atmung in das Gewebe von Tieren aufgenommen. Zwar stellen Mineralstoffe keine Energie zur Verfügung, sie sind aber dennoch bedeutsam für eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen und für den Aufbau von Bestandteilen des Körpers. Zu ihnen gehören Kalzium, Phosphor, Magnesium, Kalium, Natrium und Chlor, welche von der Katze täglich aufgenommen werden müssen. Als Spurenelemente bezeichnete Mineralstoffe werden nur in geringer Menge im Körper benötigt, spielen aber dennoch eine bedeutende Rolle bei der Aufrechterhaltung des Stoffwechsels und des allgemeinen Gesundheitszustandes. In den Körperzellen finden aufbauende, umwandelnde
und abbauende Stoffwechselvorgänge statt. Dabei unterscheidet man
Baustoffwechsel und Betriebsstoffwechsel mit Grundumsatz und Leistungsumsatz. Die Menge der Mahlzeit richtet sich nach der Aktivität der Katze. Wichtig ist es darauf zu achten, dass trächtige und säugende Katzen einen höheren Energiebedarf haben. Katzen haben auch bei unterschiedlichen Rassen gleiche Größen- und Gewichtsmaße. Es gibt nur wenige Ausnahmen bei besonderen Rassen die entweder äußerst leicht- oder schwergewichtig sind. Das Idealgewicht der Katze beträgt 3,5 – 5,8 Kilogramm. Es gibt generelle Regeln, die bei der Katzenfütterung
beachtet werden sollten: Die Ernährung der Katze durch eigene Herstellung
der Nahrung ist sicherlich die gesündeste Art das Tier zu füttern.
Diese Fütterungsart ist aber aufwendig und zeitintensiv, da man sich
erst einmal mit den Bestandteilen, der Besorgung und den Rezepten auseinandersetzen
muß. Es bedeutet aber, dass die Katze ein längeres gesundes
Leben führt. Wer seine Katze mit industriell gefertigtem Futter ernähren
will, sollte genau auf die Zusammensetzung dieses Futters achten und wenigstens
auch zusätzlich Frischfutter in Form von Fleisch oder wichtigen fehlenden
Bestandteilen des Fertigfutters reichen. Damit hat der Besitzer eines
gesunden Tieres viel mehr Freude, da die Katze ein längeres Leben
führen wird und vor futterbedingten Krankheiten geschützt wird. Unterstützung für die eigene Herstellung von Katzenfutter können Sie in folgenden Büchern finden: Das Hobbythek-Katzenbuch, Ellen Norton und Jean Pütz,
VGS Verlag
Stein, D.: Natural Healing for Dogs and Cats, 1993 Freedom CA Gosselin (Hrsg.): Clinical Toxicology of Commercial Products, 1984 Baltimore Numminen, M.: Mirjamin Kissanhoito-opas, 1996 Jyväskyl Finnland Elina Sistonen, MA Cats-Country Bronwen, Meredith: Schlanke Katzen leben länger, 1998 Dieser, Rudolf: Naturheilpraxis Katzen, 1997 Dauborn, Sylvia: Lehrbuch für Tierheilpraktiker, 2000 Pütz, Jean; Norten, Ellen: Das Hobbythek-Katzenbuch Huhn, Anette: Katzenkrankheiten |